Die standesamtliche HochzeitAn was muss gedacht werden?

Damit bei eurer Hochzeitszeremonie nichts vergessen wird, haben wir hier zusammengestellt, an was ihr unbedingt denken solltet!

Auch wenn eine freie oder kirchliche Hochzeit eine romantische Vorstellung kreiert, ist die standesamtliche Trauung ist in Deutschland der einzige Weg, um offiziell und vor dem Gesetz verheiratet zu werden – und diese steht und fällt mit der richtigen Planung! Dafür gibt es einen konkreten Anmeldezeitraum sowie geregelte Zuständigkeitsbereiche. Solltet ihr euch bei der Auswahl vom Standesamt und dem individuellen Ablauf eures Hochzeitstages Unterstützung wünschen, könnt ihr dafür einen Hochzeitsplaner beauftragen.

Tipp: In einigen Städten bieten Standesämter übrigens alternative Locations zu ihrem Standesamt an. So könnt ihr eure standesamtliche Trauung sogar in Schlössern, Burgen oder auf Schiffen genießen. Informiert euch dazu direkt bei dem Standesamt eurer Wahl!

Wer ist bei eurer Trauung dabei?

Wer bei eurer standesamtlichen Trauung dabei sein soll, ist komplett euch überlassen. Beachtet dabei, dass bei den meisten Standesämtern nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Klärt daher unbedingt im Vorfeld ab, wie viele Personen mitkommen können. Häufig entscheidet sich das Brautpaar daher für den kleinen Familien- und engen Freundeskreis. Zur anschließenden freien oder kirchlichen Trauung sowie der Hochzeitsfeier kann dann dementsprechend der erweiterte Gästekreis eingeladen werden.

Keine Trauzeugen? Kein Problem!

Das ist kein Problem, denn Trauzeugen sind seit 1998 nicht mehr notwendig. Schön ist es natürlich dennoch, wenn gute Freunde oder Familienmitglieder diese Rolle übernehmen und eurer Hochzeit auf diese Weise einen besonderen Segen verleihen. Wenn ihr euch für Trauzeugen entschieden habt, bedenkt, dass diese volljährig sein und einen gültigen Personalausweis vorlegen müssen.

Ablauf der Trauung

Lieber zu früh als zu spät! Eine halbe Stunde vor Beginn der Trauung solltet ihr am Standesamt eintreffen. Vor Ort meldet ihr euch mit euren Trauzeugen – sofern vorhanden – beim zuständigen Standesbeamten an. Währenddessen können sich eure Gäste im Standesamt versammeln und werden zu gegebener Zeit ins Trauzimmer gebeten.

In vielen Standesämtern ist es außerdem möglich, Musik beim Eintreten ins Trauzimmer zu spielen. Unter Umständen möchten Freunde oder Familienmitglieder ein paar kurze Worte verlieren oder haben selbst eine kurze musikalische Darbietung vorbereitet. All das rundet euren besonderen Tag ab, sofern es rechtzeitig mit dem Standesbeamten abgesprochen wurde und euren Vorstellungen entsprechend umgesetzt werden kann.

Etwa eine halbe Stunde dauert die Trauung. Sind Trauzeugen anwesend, sitzen diese in der Regel unmittelbar neben dem Brautpaar. Der Standesbeamte beginnt meist mit einer Rede. Besprecht unbedingt direkt bei der Anmeldung eurer Heirat, ob an dieser Stelle persönliche Worte, Anekdoten oder Eckpfeiler der Beziehung angesprochen werden sollen und ob die Zeremonie in Bildern oder sogar auf Video festgehalten werden kann. Einer eurer Gäste kann unter Umständen so die gesamte Trauung für euch dokumentieren, sofern das auch für den Standesbeamten in Ordnung ist.

Im Anschluss folgt der entscheidende Moment mit der Frage, ob ihr die Ehe eingehen wollt – um euch nach dem Ja-Wort rechtmäßig für verheiratet zu erklären. Dann wird es Zeit, die Ringe zu tauschen. Oftmals haben die Trauzeugen diese bei sich – auch das sollte im Vorfeld abgeklärt sein. Es wäre tragisch, wenn in diesem Moment die Ringe fehlen. Auf euren Wunsch kann danach noch ein persönliches Ehegelöbnis vorgetragen werden.

Und dann folgt der erste Kuss als frisch vermähltes Ehepaar, ganz im Stil von „Sie dürfen die Braut jetzt küssen!“. Nach ein paar Formalitäten, wie die Unterschrift der Frischvermählten und eventuellen Trauzeugen im Ehebucheintrag, welches im Standesamt verbleibt, ist die Hochzeit besiegelt. Die Hochzeitsurkunde könnt ihr euch mit nach Hause nehmen.

Reis werfen verboten?!

Bei den meisten Standesämtern ist das Werfen von reis tatsächlich untersagt! Selbst Rosenblätter zu verteilen, kann unter Umständen schwierig werden. Informiert über diese Regelungen unbedingt diejenigen, die bei eurer Trauung anwesend sein werden.

Da es trotzdem ein schöner Brauch ist, wenn ihr aus dem Standesamt tretet und eure Trauung zelebriert wird, kann auf Alternativen zurückgegriffen werden: Wie wäre stattdessen es mit Luftblasen oder Seifenschlangen und ein Gläschen Sekt dazu?

Findet eure große Hochzeitsfeier nicht am selben Tag statt, könnt ihr den Tag gemeinsam mit euren Gästen in einem Restaurant, im eigenen Garten oder eurer Wohnung ausklingen lassen.

Bürokratie lässt grüßen – Welche Unterlagen braucht ihr?

Wie ihr euch vorstellen könnt, bedarf es einiger Unterlagen, um die Hochzeit mit allen bürokratischen Belangen vollziehen zu können.

Welche Unterlagen zur Anmeldung einer Eheschließung erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.

Die Anmeldung kann frühestens 6 Monate vor eurem Wunschtermin erfolgen. Wir haben für euch eine kleine Übersicht der benötigten Unterlagen vorbereitet:

  • Gültiger Personalausweis (oder Reisepass)
  • Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister (erhältlich beim Standesamt des Geburtsortes, nicht älter als 6 Monate)
  • Meldebescheinigung mit Angaben zum Familienstand des Hauptwohnsitzes (nicht Anmeldebestätigung, bei Abgabe nicht älter als 14 Tage, erhältlich im Bürgeramt)
  • evtl. Geburtsurkunden gemeinsamer Kinder sowie Anerkennung der Vaterschaft und Erklärung der gemeinsamen Sorgerechtserklärung, falls vorhanden
  • evtl. Heirats- und Scheidungsurkunde
  • evtl. Aufenthaltsgenehmigung und Nachweis der Staatsangehörigkeit
  • evtl. Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten, wenn ein Partner unter 18 Jahren ist

Sprecht für alle Fälle mit eurem Standesbeamten ab, welche Unterlagen in eurem Fall notwendig sind. Er wird euch vor allem in „Sonderfällen“ genau informieren, was benötigt wird – beispielsweise, wenn ein Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit hat.

Kosten einer standesamtlichen Hochzeit

Die Anmeldung eurer standesamtlichen Hochzeit kostet zirka 40 Euro rechnen. Hinzu kommen Gebühren für beglaubigten Kopien, das Stammbuch oder die Trauung an einem Samstag. Insgesamt könnt ihr von Kosten bis zu 100 Euro ausgehen. Wünscht ihr Zusatzleistungen wie die Trauung an einer Außenstelle des Standesamts oder entsteht ein bürokratischer Mehraufwand, beispielsweise im Falle unterschiedlicher Staatsangehörigkeiten und benötigter Übersetzungen, erhöhen sich die Kosten dementsprechend. Erkundigt euch dazu bei eurem Standesamt.

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